Karlstadt. Bei den Unterfränkischen Meisterschaften der Altersklassen U14/U12 stellte sich Meera Ruckdeschel (LAV Naila) bewusst einer neuen Herausforderung. Obwohl sie als Athletin aus Oberfranken außer Konkurrenz startete und somit nicht um Meisterschaftsmedaillen kämpfen durfte, nutzte sie den Wettkampf zur Standortbestimmung gegen die starke Konkurrenz aus dem Nachbarbezirk sowie zum Sammeln weiterer Wettkampferfahrung.

Dass sich dieser Ausflug gelohnt hat, zeigte sich bereits im Sprint eindrucksvoll. Über 75 Meter lief die Zwölfjährige in hervorragenden 10,99 Sekunden die schnellste Zeit aller Teilnehmerinnen. Aufgrund ihres Status als Athletin außer Konkurrenz durfte sie jedoch nicht am Finale teilnehmen. Die Zeit unterstrich dennoch eindrucksvoll ihre derzeitige Sprintstärke.
Auch im Weitsprung bestätigte Meera ihre ausgezeichnete Form. Offiziell wurden 4,31 Meter gewertet. Im Endkampf steigerte sie sich sogar noch auf 4,38 Meter. Da auch diese Versuche außer Konkurrenz stattfanden, fanden sie keinen Eingang in die offizielle Ergebnisliste – sportlich waren sie jedoch ein weiterer Beleg für ihre kontinuierliche Entwicklung.
Über 60 Meter Hürden erzielte Meera 11,89 Sekunden. Diese Disziplin zählt momentan noch zu ihren Entwicklungsschwerpunkten. Umso wichtiger war der Wettkampf, um weitere Erfahrungen über die Hürden zu sammeln und wertvolle Erkenntnisse für das Training mitzunehmen.
Im Hochsprung überquerte sie 1,25 Meter. Mit Blick auf ihre athletischen Voraussetzungen zeichnet sich inzwischen ab, dass der Wechsel auf den Fosbury-Flop der nächste logische Entwicklungsschritt sein wird, um künftig auch in dieser Disziplin höhere Leistungen zu ermöglichen.
Auf den abschließenden 800 Metern verzichtete Meera schließlich. Nach einem langen Wettkampftag machten ihr die sommerliche Hitze und Kopfschmerzen zu schaffen, sodass die Entscheidung fiel, kein gesundheitliches Risiko einzugehen.
Auch wenn in den Ergebnislisten keine offiziellen Platzierungen für Meera Ruckdeschel erscheinen, fällt das sportliche Fazit eindeutig aus. Die Teilnahme in Karlstadt erfüllte ihren Zweck: Der Vergleich mit leistungsstarken Athletinnen außerhalb Oberfrankens zeigte, dass sie insbesondere im Sprint und Weitsprung bereits auf einem sehr hohen Niveau mithalten kann. Gleichzeitig lieferte der Wettkampf wertvolle Erfahrungen und wichtige Hinweise für die weitere Trainingsarbeit – beste Voraussetzungen für die kommenden Saisonhöhepunkte.
